Dublin #von unterwegs

Auf der grünen Insel …

 Schlendern durch Dublins Straßen …

Dublin9

〈Werbung ohne Auftrag〉                                                                                                                        Wie man, anstatt nach Schottland zu fliegen, in Irland landet … sich auf Whiskey eingestellt hat und dann Guinness der Durstlöscher wurde … Pub-Besuche zum gemütlichen Teil des Trips gehörten und Hop on- Hop off der sportliche Teil … naja … einfach weiterlesen :-D !

Ihr wundert euch jetzt bestimmt, wie ich von Schottland auf Irland komme. Liegt ja so eigentlich direkt nebenan. Also so von der Karte her gesehn. Und eigentlich sollte dieser Kurztrip mit meiner Freundin Nina ( das ist jene welche, mit der ich immer im Norden lande ;-) ) auch nach Edinburgh gehn, aber es sollte anders kommen. Wir waren demnach auf Whiskey, Sticky Toffee Pudding, Schottenröcke und Geschichten erzählende Gassen eingestellt, da kam so von unserem Fluganbieter (ich sag jetzt mal nicht wer ;-) ) 6 Tage vor Abflug die glückliche Nachricht, dass unser Hinflug aus gegebenen Anlass storniert wurde. PAAANIK! Es gab keine vernünftige Alternative und somit buchten wir in ca. 3 Std. mal eben eine komplett neue Mädelstour. Und ich muss sagen …. ich hab es nicht bereut (Edinburgh wird einfach nächstes Jahr in Angriff genommen). Dublin war echt toll und ich weiß gar nicht, wo ich genau mim Erzählen anfangen soll …

Allgemein wäre zu Dublin erstmal zu sagen, dass es nicht weit vom Meer entfernt ist. Durch die Stadt fließt die Liffey mit ihren vielen Brücken (super schön an ihr entlangzuschlendern). Es gibt keine U-Bahn. Busse und Straßenbahnen bringen von A nach B. Was ich empfehlen kann, sind die Hop on-Hop off Busse. Die haben eine bestimmte Route und viele Haltestellen, an denen man ab – und zusteigen kann. Außerdem kommt man nebenbei noch in den Genuss, eine traditionelle Stadtrundfahrt mitzumachen. Natürlich live und nicht vom Band, in irischem Englisch (ich hab ned immer alles Verstanden, da die Iren einen eigenen Slang haben und manches anders aussprechen / mag auch etwas am Gälischen liegen). Nachdem wir dann die halbe Stadt abgefahren hatten, stiegen wir dann bei unserem 1. To Do auf unserer Liste aus …

 

Das Guinness Storehouse mit Gravity Bar !

Also dieser Stop ist ein MUSS. Dieser Besuch gehört zum Sightseeing, wie Guinness zu Dublin. Ihr habt 2 Möglichkeiten. Entweder ihr bleibt in der Line und kauft euer Ticket oder ihr geht an die Automaten und zieht euer Ticket per Kreditkarte oder dergleichen. Funktioniert super. Und gaaaanz wichtig … da kommt ein weiteres Ticket raus. Das ist eurer Gutschein für ein Guinness oben in der Gravity Bar (gut aufheben, aber dazu später noch).

 

Die Tour durch das Guinness House ist wirklich interessant. Es wird erklärt, wie Guinness hergestellt wird und warum es so dunkel ist. Lustig ist auch der Alkoholtest. Es gibt Fragen über Alkohol, und dessen Konsum zu beantworten, und es waren ein paar sehr überraschende Antworten dabei (na, wie gut kennt ihr euch aus ;-) ? ). Die Tour endet dann im 5. Stock. Ganz oben im 7. Stock könnt ihr euch dann in der Gravity Bar euer frisch gezapftes Guinness (merke: da war ja dieser Gutschein ;-) ) schmecken lassen. Von dort aus habt ihr eine tolle Aussicht auf ganz Dublin. Wieder runter ins EG findet ihr zum Abschluss endlich das Guinness-Shopping-Paradies. Es ist wirklich so ziemlich alles vertreten, was das Herz begehrt. Von Klamotten jeder Art, über Geschenkartikel, Karten, Gläser, Spiele und natürlich FOOD. Sehr wichtig! Die Guinness Schokolade mit Karamell ist sehr lecka. Ihr findet unter anderem Fudge, Toffees, Chips, BBQ- Soße und Senf. Also Geldbeutel zücken und shoppen was das Zeug hält :-) …

 

 

Kilmainham Goal – das 200 Jahre alte Gefängnis!

Ein absolut interessantes MUST auf der Muss-man-unbedingt-gesehn-haben-Liste ist dieses Gefängnis. Ok, jetzt sagt ihr bestimmt, was soll ich mir ein Gefängnis angucken? Ja ihr müsst ;-) . Nicht nur, dass es vom Bau her super interessant ist, man erfährt  in der Führung eine Menge über die damalige Theorie und Praxis des Strafvollzugs von Kriminellen (zum Beispiel wurde ein 11-jähriger 14 Tage ins Gefängnis gesteckt, weil er ein Huhn geklaut hatte).  Für alle, die in der Schule bei Geschichte eher ein Nickerchen gehalten haben, hier seid ihr mit Sicherheit voll bei der Sache. Eine weitaus interessantere Geschichtsstunde als damals ;-) . Hauptsächlich geht es um die Anführer des Osteraufstandes 1916, die dort hingerichtet wurden. Ich versprech euch, ihr werdet begeistert sein. Kleiner Tipp noch. Die Tickets zur Besichtigung solltet ihr besser online buchen. Entweder von zu Hause aus oder vor Ort in Dublin. Euer Hotel druckt euch bestimmt die Tickets aus. Bei uns, war das kein Problem.

 

Und weil wir uns ja jetzt so vorbildlich weitergebildet haben ;-) , gehn wir mal zum lockeren und gemütlicheren Teil Dublins über …

 

 

It’s PUB Time !

Eines meiner liebsten Breaks auf der Tour durch Dublin waren die Pub Besuche. Egal ob Mittags zum Happen und nem Pint (1 Pint steht für 0,57l), für zwischendurch, um den Durst zu löschen ;-) oder Abends bzw. Nachts zum Musik hören, feiern und schnacken. Es gibt gefühlte 100.000 Pubs in der Stadt. Und eigentlich sind es nur 780 (glaub ich :-) ) und jeder sagt von sich, er wäre der älteste :-D . Wie auch immer, auf jeden Fall kann ich nur jedem wärmstens ans Herz legen, einige dieser Pubs aufzusuchen. Da wären z.B. Das Brazen Head im Temple Bar District nahe der Liffey. Urig mit kleinem Innenhof, jeden Abend Life Musik. Und vielleicht trefft ihr Rea Garvey an der Theke, wenn er gerade auf Heimatbesuch ist ;-) . Dort hab ich ein typisches Pub Gericht gegessen. Bangers and Mash. Deftige und rustikale Hausmannskost. Das sind Bratwürstchen (es sind wirklich Würstchen :-D ) mit Kartoffelstampf und brauner Zwiebelsoße. Oft noch mit etwas Karottenpüree oder anderem Gemüse. Keine Schönheit auf dem Teller, aber wirklich was Leckeres. Dann gäbe es noch das O’Neill’s nahe dem Trintity College (College?  Kommt noch ;-) ). Auch ein traditioneller Pub mit 2 Etagen und 5 Theken. Gemütlich durch seine vielen Ecken und Erkern. Dort gibts natürlich auch deftige, irische Küche. Wir haben uns dort mal die Burger schmecken lassen. Die sind in Dublin auch sehr beliebt und mit ner frischen Fleischfrikadelle bestückt.

Alternativ kann ich noch den Oliver St. John Gogarty Pub erwähnen. Mitten in Temple Bar (dem angesagten Nachtschwärmer Viertel), ein etwas kleinerer Pub mit Feierlaune und irischer Lifemusik. Das Pint Guinness muss man ja nicht erwähnen ;-) .

Allgemein kann ich zu den Pubs sagen … gemütlich, gesellig, gutes Essen, leckere Pints und viele nette Menschen. Pubs sind was Tolles. Es sind nicht nur Kneipen. Es sind Treffpunkte für Freunde, Kollegen, Besucher und Fremde. Pubs sind ab Feierabendzeit immer VOLL! Und voll heißt voll. In Irland geht man nach der Arbeit erstmal gemütlich ein Pint trinken. Ganz anders, als bei uns. Wir gehn erstmal nach Hause, essen was und dann gehen wir vielleicht, evtl., wenn man noch Lust hat, wieder weg. Das ist dort definitiv anders. Wenn man einen Platz zum Essen haben will, guckt man, wo an einem der kleinen und größeren Tische Platz ist und setzt sich einfach dazu. Die Menschen sind offen und freundlich. Fast alle Pubs haben ab ner bestimmten Uhrzeit (das ist dann so ab 22/23 Uhr) Live-Musik. Ganz oft bestehn sie aus mehren Räumen (es gab da mal jemand, hab ich mir erzählen lassen, der sich schonmal verlaufen hat ;-) ) und viele haben Appartements oder Zimmer zu vermieten. Also wichtig beim Buchen! Sucht euch definitiv ein Hotel oder eine Übernachtungsmöglichkeit direkt in der Stadt. Alle Pubs haben bis 3 Uhr Morgens geöffnet (letzter Ausschank um 2 Uhr). Wenn ihr es auskosten wollt, dann kein Hotel etwas außerhalb nehmen. Der letzte Zug geht meist ca. 23.30 Uhr … Und nach dem vielen leckeren Essen und Trinken, wollen wir uns mal wieder etwas bilden und dabei hab ich mich umhauen lassen ;-) .

 

Trinity Collage – Book of Kells – The Long Room

 

Schlendert durch die Höfe der ältesten Universität Irlands und lasst euch bei einer Führung ein bissl was über sie erzählen. Danach solltet ihr euch das Book of Kells einmal ansehen. Eine Handschrift der 4 Evangelien, dass von schottischen Mönchen geschrieben und illustriert wurde. Ich bin ja jetzt nicht die mega Gläubige (natürlich glaub ich schon an etwas ;-) ), aber dieses Buch ist wirklich fantastisch anzusehen. Diese filligranen Malereien und die Farben sind wirklich eine Augenweide…

Mein absolutes Highlight allerdings, war der Long Room. Eine uralte Bibliothek mit ca. 200.000 alten Büchern. Als ich in diese … ich sag mal Halle … gekommen bin, war ich total geflasht. Mir stiegen Tränen in die Augen und ich war sprachlos. Ich liebe alte Bücher in dieser Art und ich war von dem Anblick und der Atmosphäre total überwältigt. Ich hab fast schon drauf gewartet, dass die Bücher aus den Regalen durch diese Halle fliegen (so Harry Potter mäßig ;-) ), so magisch war das dort. Außerdem kann man die älteste irische Harfe dort bewundern …

 

Irisch Food – wirklich irisch?

Und nach den vielen Eindrücken und Bildungen, braucht der Kopf und der Magen was zu futtern. Ich wollte ja eigentlich so viel wie möglich, typisch irische Kost probieren. Na ja was soll ich jetzt sagen? Außer den schon bekannten Leckereien wie z.B. Irish Coffee und Irish Stew,  gibt es nicht gerade allzu viel typisch „Irisches“, dass ich probieren konnte. Es gibt Coddle, das ist ein Eintopf mit Kartoffeln, Schinkenspeck und Wurst, dann wäre da noch Colcannon, ein Kartoffelpüree mit Kohl, Porree oder Zwiebeln. Sonst gibt es noch viele Pies (herzhaft oder süß), Fish and Chips, Shortbread und Puddings. Also all das, was auch in Schottland und England so auf den Tisch kommt. Ist ja alles so ziemlich eine Ecke, nä ;-) !

Allerdings ist mir überraschenderweise aufgefallen, dass es dort sehr viele italienische Winebars gibt. Also sehr viele. Egal ob in der Stadt selbst oder im Vorort, in fast jeder Straße gibt es ein Feinkostgeschäft. Um kleine Mitbringsel  mit nach Hause zu nehmen (egal ob irgendwas mit Schafen, dem Leprechaun – das ist der bekannte irische Kobold – oder der Harfe), findet ihr viele Carrols Irish Gift Filialen. Ihr werdet mit Sicherheit was Schönes finden (und zur Not…  Irisch Coffee Schokolade geht immer ;-) ).

Ha, stopp … eine Sache fällt mir da noch ein. Ganz lecker fand ich die Pumpkin Spice Latte. Die gibt es allerdings nur im Herbst um die Halloweenzeit (trick or treat is da ganz dicke angesagt). Also in der Kürbiszeit. Irgendwie logisch, oder? Egal … und weil die so lecka war, hab ich ein Rezept für euch. Aber noch ein wenig Geduld. Das kommt noch ;-) .
Und das findet ihr HIER :-)

 

Kurztrip is irgendwann leider auch mal zu Ende

Ich könnt jetzt noch eeeeewig viel erzählen, aber meine Fingerchen werden schon wund und direktes Erleben ist doch allemal viel intensiver. Also einfach mal hinfliegen :-) !

Summa summarum … Dublin ist definitiv eine Reise wert und ich würde ein Wiederholungstäter werden. Allerdings steht Schottland als Nordziel an erster Stelle und muss nachgeholt werden :-) . In diesem Sinne … schenkt euch ein Guinness oder ein Irish Coffee ein, nascht vom Shortbread oder einem leckeren Pie und denkt immer dran …

GENUSS IST DAS HALBE LEBEN!

 

 

 

 

 

 

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2 Gedanken zu “Dublin #von unterwegs

  1. Toll, liebe Sonja und Danke fürs Mitnehmen!
    Ich war vor rund 20 Jahren auch mit einer Freundin mal in Dublin, damals noch ohne Handy und mit ganz wenigen Fotos. Wir sind von dort aus einmal quer durchs Land bis an die nördlichste Spitze gefahren. Das war wunderschön und das würde ich gerne nochmal mit meinen Lieben machen. Damals waren wir nur einen Tag in Dublin (Jugendherberge), aber mit deiner Erzählung, hast du mir jetzt richtig Lust gemacht, das Ziel wieder mehr im Auge zu behalten.
    Liebe Grüße aus der Pfalz!
    Susanne

    Gefällt 1 Person

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