Florenz #von unterwegs

 

Toskanisch mit Italienisch – Feeling …

Florenz

Wie man einen Eis-flash bekommt … einem die Füße kitzeln und sich fast schon in italienische Straßenmusik verlieben könnte … „Allora“ zu einem Lieblingswort wird und Straßenschilder zur allgemeinen Belustigung beitragen … dann könnte man sagen, wäre man in  Florenz genau richtig 😉 …

Aber wo fang ich an und wo höre ich auf … erst einmal muss ich zugeben, dass ich nicht vor kurzem erst, Florenz einen Besuch abgestattet hab. Es ist jetzt heute genau ein Jahr her, als ich den 3 – tägigen Kurztrip mit meiner Mam gemacht habe (diese Mutter-Tochter Urlaube sind schon was Tolles 😉 ). Leider hatte ich, aus bestimmten Gründen, weder die Muse noch die Zeit gehabt, mich mit diesem Blogpost zu beschäftigen. Aber ich wollte euch meine Eindrücke dieser schönen Stadt und deren kulinarischen Blickwinkel nicht vorenthalten und habe mich entschlossen die Ärmel hochzukrempeln, tief durchzuatmen und meine Bilder und Notizen zur Hand zu nehmen und hab dann jetzt einfach losgelegt ( man muss ja schließlich arbeiten mit den Dingen …  😉 ).

Also …. da ich, wenn ich so ein Städtetrip mache, gerne recht zentral wohne, haben wir es mit dem Hotel gut erwischt. Gar nicht weit von Dom entfernt und doch sehr ruhig, sind wir in einem kleinen, schnuckeligen Stadthotel, mit so nem alten Fahrstuhl in der Mitte des Treppenhauses ( also die Treppe ging drumrum 🙂 ) abgestiegen und von dort aus gingen unsere Erkundungstouren los. Natürlich alles zu Fuß versteht sich ;-).

Wer gerne Leder mag, ist hier in Florenz genau richtig. Man kann es sogar riechen ( also ich habs zumindest 😉 ). Vor allem der kleine Mercato Nuovo ist gemütlich zum Schlendern und Einkaufen. Hier findet man so ziemlich alles aus Leder was das Herz begehrt. Von Gürteln, Taschen aller Art, Geldbeutel oder Lederschälchen über kleine Accessoires und tollen Notizbücher ist alles dabei. Da findet man mit Sicherheit etwas. Architektonisch ist diese Stadt natürlich mega. Tolle Bauten und Skulpturen egal wo man hinschaut. Und die Straßenmaler sind auch der hamma. Es gibt extra eingefasste Flächen auf der Straße. In diesen dürfen sich die Künstler dann austoben.

Total begeistert vom tollen italienischen Wetter, war ich ganz gespannt, auf die vielen leckeren, süßen Teilchen. Also so knuffige, kleine Törtchen, Gebäck … eben diese bekannten Backwaren, die man von Italien so kennt. Naja … ich sag mal … die gibs auch, allerdings haben die irgendwie auf sich warten lassen. Das einzige, was mir ständig und immer, sozusagen an jeder Ecke und ebenso  mindestens 2-3 mal in jeder Straße über den Weg gelaufen ist … war EIS! Ja ok, Italien steht ja auch für gutes Eis ( und endlich hab ich mein geliebtes Minzeis ohne Probleme schlecken können, bis es mir zu den Ohren raus kam 😀 ) aber dann doch sooooo viele Eisdielen? Damit hab ich nicht gerechnet. Ich dachte schon, ich bekomm nen Eis-Flash und nicht ein einziges leckeres Cannolo oder Cantuccini … Aber man darf ja nicht ungeduldig sein. Als wir dann über die Ponte Vecchio schlenderten ( die berühmte Brücke mit den vielen Schmuckläden), auf die andere Seite des Arno, hab ich dann doch mal etwas anderes als EIS gefunden 😉 .

Endlich … Gebäck und Cremeschnitten, Törtchen und dieses Panforte, das mich an türkisches Nougat erinnert. Uff, doch nicht nur Eis in allen Sorten 😉 … und natürlich … ab da war der Eis-Flash-Knoten geplatzt 😀 . Ich war erleichtert, als ich denn doch noch mehr dieser Leckereien in der Stadt entdeckt habe 😉 …

Aber wenn wir ja schon über die Ponte Vecchio, auf der anderen Seite sind, dann kann ich euch echt, wenn ihr ein bissl Ruhe von dem Stadttrubel wollt, den Giardino di Boboli empfehlen. Die riesigen Privatgärten der Medici Familie. Ein wirklich schönes Fleckchen zum Entdecken, ausruhen und spazieren gehen. Am Palazzo Pitti vorbei, bis ans Ende des Gartens und dann den schönen Ausblick auf die Stadt genießen. Links von der Stadt, hat man diesen wunderschönen, typisch toskanischen Ausblick. Das Forte di Belvedere ist auch ein Besuch wert. Dann rechts die kleinen Straßen wieder Richtung Arno zurückschlendern …

Wieder über die Ponte Vecchio zurück ins Stadtleben. Die kleinen Straßen und Gassen haben viel zum Shoppen anzubieten. Was mir dort mega gut gefallen hat, waren die vielen, kleinen Bodegas. Dort kann man ein Glas Wein trinken und einen Happs essen. Sich mal kurz verschnaufen und ausruhen. Und … man  kann auch Spezialitäten kaufen. Von Käse, über Schinken oder Salami ist vieles zum typischen Antipasti- Vesper -Teller vorhanden. Viele Florenzer treffen sich hier mit Freunden und sitzen auch mal halb auf der Straße. Als meine Mam und ich uns ein Gläschen gönnten, haben sich neben uns ( also die Bodega war dann auch voll 😉 ) 2 Italienerinnen und 2 Italiener gesetzt. Ja, was soll ich da groß sagen? Es war eine recht aufregende, laute und spritzige Unterhaltung mit zig Allora’s ( das italienische Wort für Umgangs-slangisch „also dann …“ Dieses Wort hab ich so ziemlich bei jedem Florenzer gehört. Ich habs schon fast selbst mit in meine Sätze eingebaut 😉 .

Was das Essen allgemein betrifft, war ich etwas … sagen wir … enttäuscht. Ich hab ein bissl mehr toskanische Einflüsse erwartet. Klar bekommt man Pasta und die tollen Vorspeiseplatten, also Antipasta, allerdings waren überwiegend schnelle, auf die Hand Geschichten zu finden. Vor allem Paninis. Um den Dom herum kann man sich Mittags oder Abends zum Essen niederlassen. Wir haben ein schnuckeliges Lokal gefunden und haben dort ganz gut gegessen. Ich hatte mir ein Risotto mit Ossobuco heraus gesucht. War echt lecker mit nem toskanischen Rotwein … hat echt Spaß gemacht. Wir hatten auch ne lockere und spritzige Kellnerin. Jedes gefühlte 3. Wort war … wollte ihr raten? Geeenaaauuuu …. ALLORA! Ich hatte definitiv ein Ohrwurm-Wort :-D.

Was ich unbedingt empfehlen kann und ein MUSS für jeden Food-Liebhaber, ist der Mercato Centrale an der Piazza del Mercato Centrale. Er ist nicht offen auf einem Platz, sondern in einer Markthalle.

Alles was das Herz begehrt, kann man dort kaufen. Obst – und Gemüsestände mit riesiger Auswahl. Gewürze und Pasta, Nüsse, Brote und Gebäck. Für den absoluten Kaufrausch…

Ebenso Fisch, Fleisch und fertige Gerichte. Käse, Schinken und Salami … Wer da nix findet, ist ein kulinarischer Banause 🙂 .

Wer dann von den vielen Eindrücken hunger bekommt, kann ein Stock höher, also über den Markt gehen und sich in einer Pause für den kleinen Hunger ein bissl stärken …

Die absolut schokoladigste Adresse ( natürlich gibt es da auch EIS 😉 ), der ich in Florenz über den Weg gelaufen bin ist Venchi in der Via Calimaruzza, 18 angolo P.zza del Mercato Nuovo 6/7. Schokolade ohne Ende. Die läuft sogar die Wand runter 😀 . Ich wollt mich dort schon einquartieren, aber leider war da nix zu machen. Meine Mam musste mich da schon fast mit aller Gewalt rausziehen. Ich stand da so, mit riesig leuchtenden Kinderaugen und hab mir schon überlegt, noch nen extra Koffer zu kaufen. Pralinen und Trüffel aller Art, Schokoladenaufstriche in verschiedenen Geschmacksnoten … der Schokohimmel auf Erden … wie im Schlaraffenland kommt die Schoki aus dem Hahn mit lecker Crepes. Hach, ich schwelge in schokiger Erinnerung …  😀

Und ein kleiner Tipp hätte ich da noch … wer von dem vielen Laufen schon ganz runde Füße bekommen hat, der muss unbedingt einen kurzen Abstecher zu den kleinen Fischen machen. Jaja … das ist soooo witzig und tut soooo gut. Einfach mal bei Florence Fish Kiss in der Via de’Rondinelli 22 vorbeischauen. Kurz für 15 Minuten die Treter ins Becken hängen und die kleinen Freunde knabbern lassen. Freud euch drauf 😉 …

Was ich in Florenz allerdings am meisten genossen habe, waren die lauen Abende. Durch die Stadt schlendern, irgendwo eine Kleinigkeit essen und ein Glas Wein trinken. Die Menschen beobachten und das Flair der Stadt wahr nehmen. Überall begegnet man Straßenkünstler und- Musiker jeder Art. Ein Abend ist mir besonders im Gedächtnis geblieben. Auf der Ponte Vecchio, schon lange nach 22 Uhr, haben ein paar Straßenmusiker die Menschen angezogen. Claudio Spadi (könnt ihr hier mal kucken 😉 ), ein Sänger mit toller Stimme, hat ein  Ambiente mit fast verträumter Stimmung geschaffen.

Ach, was ich ja fast vergessen hätte … das mit den Straßenschildern … amüsante Geschichte und sehr einfallsreich. Ich habs erst gar nicht richtig gecheckt. Erst beim zweiten Hinkucker … lustige Menschlein verschönern die Straßenschilder in Florenz. Wäre doch auch mal ne Idee für unsre Heimat, oder? 😉

Fazit also … es waren ein paar schöne 3 Tage Florenz mit vielen Eindrücken, Belustigungen, Überraschungen und ein paar leckeren Food-Impressionen. Die Stadt ist auf jeden Fall eine Reise wert und es gibt noch so viele schöne und interessante Fleckchen dort zu erkunden ( ich kann ja hier keinen Roman schreiben 😉 … )

Falls ihr euch jetzt entschließen solltet, Florenz einen Besuch abzustatten, wünsch ich euch viel Spaß, gutes Schuhwerk, Eis – Entzug ein paar Wochen vorher 😉 und ein paar genussvolle Tage … denn …

GENUSS IST DAS HALBE LEBEN !

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